Die liturgischen Farben und ihre Bedeutung

WEISS

Weiß ist Symbol für die Reinheit und ein Lichtglanz der Herrlichkeit Gottes wie auch für die Ostersonne. Es ist die Fülle allen Lichtes und aller Farben, der Freude und der Festlichkeit. Weiß wird darum an allen Christusfesten, der Muttergottes, der Engel und an Heiligenfesten verwendet, im Besonderen von Weihnachten bis zum Epiphaniefest (6. Jänner), am Gründonnerstag, von Ostern bis Christi Himmelfahrt, am Fronleichnams-, Herz-Jesufest und am Christkönigssonntag. Bei der Taufe erhält der Täufling ein weißes Kleid; es lebt weiter im den Kleider des Erstkommunionkinder und im Brautkleid.

 

ROT - PURPUR

Purpur gilt im Besonderen als die Farbe Gottes; sie weist auf Christus, den Sieger über Tod und Sünde hin und erinnert die Kirche an das Feuer des Heiligen Geistes und an das Blut der Märtyrer. Diese Farbe kommt deshalb an all den Tagen zum Einsatz, an denen die Kirche besonders die Botschaft vom Sieg der Liebe über Tod und Sünde verkündet. Das sind der Palmsonntag, Karfreitag, Pfingstfest, die Feste der Apostel und Märtyrer.

 

VIOLETT

Violett als die dunkelste und stillste aller liturgischen Farben wirkt sie ausgesprochen passiv. Sie lenkt hin zur Besinnung, zur Buße und zu Einkehr. Verwendet wird sie in den Vorbereitungszeiten vor den großen Festen: In der Advent- und Fastenzeit, bei Vigilgottesdiensten und gegebenenfalls auch bei Toten- und Begräbnisgottesdiensten.

 

GRÜN

Grün diese Farbe des Wachstums, der Saaten und Felder und des pflanzlichen Lebens symbolisiert das lebendige Wachstum in der Entfaltung des Gottesreiches. Sie hat eine beruhigende Wirkung. Grüne Paramente werden an den Sonntagen im Jahreskreis, das ist in der Zeit nach Epiphanie bis zur Fastenzeit und an den Sonntagen nach Pfingsten bis zum Ende des Kirchenjahres. Dieser langen Zeit entspricht in der Natur die Zeit des Wachsens und Gedeihens bis hin zur Ernte. Sinnbildlich soll so das ausgesäte Wort Gottes Wurzel fassen, Reifen und Frucht bringen.

 

SCHWARZ

ist die Farbe der Nacht, der Trauer und des Todes, Darum werden seit der Antike aus schwarzen Stoffen die Kleider für Trauer-, Toten- und Begräbnisgottesdienste gefertigt.